Freisprechungsfeier 2026: 37 neue Fachkräfte der grünen Berufe feiern ihren Abschluss in Bremen
Am 24. Juni 2026 wurde in der botanika Bremen ein besonderer Abend gefeiert: 37 Absolventinnen und Absolventen aus den grünen Berufen wurden feierlich freigesprochen. Im japanischen Garten der botanika erhielten sie ihre Abschlusszeugnisse und wurden offiziell ins Berufsleben entlassen. Organisiert wurde die Feier von der Landwirtschaftskammer Bremen in Zusammenarbeit mit dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen e. V. (VGL Niedersachsen-Bremen) und dem Wirtschaftsverband Gartenbau Norddeutschland (WVG Nord).
Freisprechungsfeier Bremen 2026 in der botanika - Ehrung der Jahrgangsbesten Abschlüsse: (li) Sarah Ruhase - Ausbildungsbetrieb "Rhododendron-Park Bremen" / (re) Anna Zorn - Ausbildungsbetrieb "Umweltbetrieb Bremen"Festliche Atmosphäre im Japanischen Garten
Die Freisprechungsfeier fand wieder im Japanischen Garten der botanika statt – einem Ort, der dem Abend eine besondere Würde und Atmosphäre verlieh. Gemeinsam feierten Gärtnerinnen und Gärtner verschiedener Fachrichtungen und Floristen ihren Abschluss. Begleitet von Familien, Ausbilderinnen und Ausbildern sowie Vertreterinnen und Vertretern der berufsständischen Verbände, blickten die Absolventinnen und Absolventen auf eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zurück.
Grußworte: Wertschätzung und ein klarer Appell
Grußworte sprachen Dr. Annelie Dau (Botanische Fachleitung der botanika GmbH), Hubert Paetz (Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Bremen), Heike Damke-Holtz (Vorsitzende des FDF-Bundes-Ausbildungsausschusses), Petra Kolonko (Obfrau Bezirksstelle Mittel-Weser/Bremen, FDF LV Niedersachsen e. V.) sowie Martin Schmidt, Vorsitzender der Regionalgruppe Bremen des VGL Niedersachsen-Bremen e. V.
Martin Schmidt nutzte seine Ansprache für einen eindringlichen wie ermutigenden Appell an die Absolventinnen und Absolventen. Er machte deutlich: „Einer muss immer anfangen – und wir in Deutschland emittieren durch unseren Konsum extrem viel CO₂ und verbrauchen Unmengen an Ressourcen.“ Schmidt verwies darauf, dass echte Nachhaltigkeit mehr bedeute als grüne Außendarstellung: „Nur weil wir in einer grünen Branche arbeiten, sind wir nicht automatisch nachhaltig unterwegs.“ Nun gehe es auch darum, Haltung zu zeigen – als Fachleute und als Menschen.
Jahrgangsbeste geehrt
Besonders ausgezeichnet wurden in diesem Jahr zwei Absolventinnen für ihre herausragenden Prüfungsleistungen:
– Sarah Ruhase, Ausbildungsbetrieb: Rhododendron-Park Bremen – Abschlussnote 1,75
– Anna Zorn, Ausbildungsbetrieb: Umweltbetrieb Bremen – Abschlussnote 1,83
Anna Zorn erhielt darüber hinaus eine besondere Würdigung durch die Berufsschule: Ein Berufsschullehrer zeichnete sie für ihr reines Einser-Zeugnis und ihr vorbildliches soziales Engagement aus. Durch ihren persönlichen Einsatz hatte sie maßgeblich zum Zusammenhalt ihrer Klasse beigetragen.
Verabschiedung einer langjährigen Wegbegleiterin
Die diesjährige Feier hielt noch einen besonderen Moment bereit: Reinhild Schrader-Möller, langjährige Berufsschullehrerin für den Garten- und Landschaftsbau am Schulzentrum des Sekundarbereichs II an der Alwin-Lonke-Straße in Bremen (SZals), wurde in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.
Torsten Plagemann (Landwirtschaftskammer Bremen) würdigte ihr Wirken mit einer persönlichen Rede und überreichte ihr im Namen der LWK eine Urkunde sowie einen Blumenstrauß. Martin Schmidt überreichte im Namen des VGL Niedersachsen-Bremen e. V. ebenfalls eine Urkunde – und einen Regenschirm als augenzwinkerndes Symbol für den nächsten Lebensabschnitt. Frau Schrader-Möller hat über viele Jahre Generationen von Nachwuchskräften der grünen Branche begleitet und geprägt.
Ausbildung mit Perspektive
Die 37 Absolventinnen und Absolventen verteilen sich auf folgende Fachrichtungen:
– Garten- und Landschaftsbau (Gärtner): 22
– Garten- und Landschaftsbau (Fachwerker): 5
– Friedhofsgartenbau (Gärtner): 4, Fachwerker: 2
– Gemüsebau (Gärtner): 2, Fachwerker: 1
– Zierpflanzenbau (Gärtner): 1
Die Berufsaussichten in der grünen Branche sind ausgezeichnet: Qualifizierte Fachkräfte werden dringend gesucht. Wer nach der Ausbildung weitermachen möchte, hat vielfältige Möglichkeiten – vom Meisterabschluss über den Techniker bis hin zu Studiengängen in Landschaftsbau, Gartenbau oder Management. Und mit dem Gärtner-Job, so Martin Schmidt, „könnt ihr weltweit arbeiten“.
Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen e.V. (VGL Niedersachsen-Bremen e. V.) vertritt als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband mehr als 400 Fachbetriebe des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus im Nordwesten. Elf Landesverbände sind im Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) organisiert: Gemeinsam vertreten sie die Interessen des deutschen GaLaBaus auf lokaler sowie regionaler Ebene, auf Bundesebene und in Europa.
Der VGL Niedersachsen-Bremen e. V. bietet seinen Mitgliedern vielfältige Dienstleistungen. – z.B. in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Recht und Öffentlichkeitsarbeit.
Der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau gehört zu den wenigen Branchen mit einem Ausbildungsförderwerk (AuGaLa) auf der Grundlage eines allgemeinverbindlichen Tarifvertrages. Das Hauptziel von AuGaLa: Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe – und somit auch die Zahl der Ausbildungsplätze sowie die Nachfrage nach diesen – zu erhöhen und die Qualität der Ausbildung kontinuierlich zu steigern. Dafür stellt das Ausbildungsförderwerk ein umfassendes Leistungsangebot bereit.
KONTAKT
Maria Wokurka (Referentin für Öffentlichkeitsarbeit)
Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen e.V.
Johann-Neudörffer-Str. 2, 28355 Bremen
Tel.: 0421 53 641 65 (auch Mobil!) | E-Mail: m.wokurka@galabau-nordwest.de
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