Garten 2: LehrReich

Schau- und Lehrgarten der Kretschmer GmbH gemeinsam mit der Justus-von-Liebig-Schule Hannover-Ahlem

Gemeinsam wachsen – Ausbildung im Gartenbau erleben: Wie das „LehrReich“ entstand:
Eine Kooperation der Justus-von-Liebig-Schule und der Kretschmer GmbH Garten- und Landschaftsbau

Dieser Schaugarten ist etwas Besonderes. Die Justus-von-Liebig-Schule (JvL), Berufsschule für Gartenbau in Hannover-Ahlem, und die Kretschmer GmbH Garten- und Landschaftsbau aus Langenhagen schufen in einem gemeinsamen Prozess den Schaugarten „LehrReich“. Dieser Ort spiegelt die enge Zusammenarbeit zwischen den Berufsschulen und den Ausbildungsbetrieben in der dualen Ausbildung zum Gärtner/zur Gärtnerin wider. Er soll auf den Prozess des lebenslangen Lernens verweisen. Der Besucher erfährt etwas über die sieben Fachrichtungen des Gärtnerberufs sowie über die enge Verzahnung von Theorie und Praxis in der Ausbildung als Gärtner*in.

Im folgenden YouTube-Video sieht man den Bauprozess.

Die Anlage wurde nicht nur von Auszubildenden der Kretschmer GmbH unter Anleitung von Fachkräften gebaut, sondern auch von Schülerinnen und Schülern der JvL auf verschiedenen Qualifikationsstufen geplant und entworfen. Er steht für die Überzeugung, dass gute Ausbildung die Grundlage für hervorragenden Garten- und Landschaftsbau bildet.

Begonnen wurde die Gartenplanung Anfang 2025 mit einem Projekttag, bei dem erste Konzeptideen durch Meisterschüler*innen in Form von Collagen erarbeitet wurden. JvL-Schülerinnen und -Schüler sowie das Kollegium der Schule wählten anschließend das beste Konzept aus, welches in einer nächsten Phase in verschiedenen Entwürfen von angehenden Betriebswirt*innen im GaLaBau umgesetzt wurde. Diese Entwürfe wurden wiederum bewertet und ein Sieger gekürt. Auf Grundlage dieses Entwurfs entstand im Sommer 2025 dann die Planung für das „LehrReich“. Vor der endgültigen Umsetzung erarbeiteten dann Berufsschülerinnen und Berufsschüler individuelle Pflanzplanungen für ihre jeweilige gärtnerische Fachrichtung.

Über QR-Codes kann sich der Besucher zu den einzelnen gärtnerischen Fachrichtungen informieren. Spezifische Arbeitsfelder der Fachrichtungen werden auf kleinen Flächen exemplarisch dargestellt.
Die Pergola unterteilt den Garten durch die sieben Strahlen in die jeweiligen Gartenflächen und lenkt den Blick vom höchsten Punkt des Gartens über den „Tellerrand“, der zu lebenslangem Lernen und Neugierde auffordern soll, in die freie Landschaft. Der alte Schultisch stellt plakativ die Verknüpfung zwischen den an Ausbildung beteiligten Partnern her und lädt den Besucher zum Verweilen ein.

In aller Kürze: Was die verschiedenen gärtnerischen Fachrichtungen beigetragen haben

Fachrichtung

Leistung

GaLaBau

Bautechnische Elemente im gesamten Garten sowie ein Gartenobjekt „Teller“ in trittfesten Stauden

Friedhofsgärtnerei

Beispielhafte Grabbepflanzung als Rahmung für eine Steinskulptur des Justus von Liebig

Staudengärtnerei

Präriestauden, Staude des Jahres ( Schönaster – Kalimeris)

Baumschule

Auswahl Klimasträucher für den Hausgarten

Zierpflanzenbau

Gewächshausskelett mit exemplarischer Anbautechnik

Gemüsebau

Mischkultur (Wechselpflanzungen) für ein Hochbeet

Obstbau

Spalierobst: Allergikerfreundliche Sorten

Namensgeber Justus von Liebig

Justus von Liebig (1803-1873) war ein deutscher Chemiker, der durch die Begründung der Agrikulturchemie und Mineraldüngung die moderne Landwirtschaft und den Gartenbau entscheidend prägte.

Liebig erkannte, dass Pflanzen anorganische Nährstoffe (Mineralien) aus dem Boden benötigen, nicht nur Humus. Er identifizierte Stickstoff, Kalium und Phosphor als essentiell für das Wachstum.
Er erweiterte das Gesetz vom Minimum, wonach das Pflanzenwachstum durch den knappsten Faktor (z.B. ein fehlender Nährstoff) begrenzt wird. Um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, entwickelte Liebig Düngemischungen. Er führte zudem wissenschaftliche Analysen zur Bodenfurchtbarkeit ein, die halfen, den Nährstoffbedarf von Pflanzen gezielt zu decken.

Gärtner*in Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau

Der Beruf des Gärtners und der Gärtnerin in der Fachrichtung Garten – und Landschaftsbau ist einer der vielfältigsten grünen Berufe. Derzeit werden 80% aller Auszubildenden im Gartenbau in dieser Fachrichtung ausgebildet.
Die Tätigkeiten eines Landschaftsgärtners/ einer Landschaftsgärtnerin umfassen die Anlage von Pflasterflächen, den Bau von Treppen und Mauern, die Konstruktion von Wasser- und Holzanlagen sowie die Bepflanzung und Pflege verschiedenster Gartensituationen. Bei der Umsetzung kommen teilweise große Maschinen wie Bagger und Radlader zum Einsatz.
Als Auftraggeber finden sich Privatpersonen, Firmen, Städte und Kommunen.
Themen wie ökologisches Bauen, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Schwammstadtkonzepte und Artenschutz spielen immer eine große Rolle.
Viele der Firmen sind im Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) organisiert, der sich in einzelne Landesverbände aufsplittet und die Belange der Branche vertritt.

Gärtner*in Fachrichtung Friedhofsgartenbau

Als Friedhofsgärtner*in arbeiten wir kreativ und einfühlsam, denn wir schaffen Orte des Gedenkens, des Trostes und der Erinnerung.
Zu unseren Aufgaben gehören die Gestaltung neuer Gräber sowie liebevoll angelegte Orte zum Trauern, oft mit einer individuellen Wechselbepflanzung, die die Jahreszeiten widerspiegeln.
Ebenso wichtig ist die Pflege bestehender Gräber, zu der das Gießen von Pflanzen sowie das jäten von Unkraut und ein sorgfältiger Pflanzenrückschnitt, gehören.
Darüber hinaus übernehmen wir die Rahmenpflege der Friedhöfe, damit Wege, Hecken und Anlagen stets gepflegt und einladend wirken und die Biodiversität geschützt wird.
Für besondere Anlässe fertigen wir Gestecke, Blumensträuße und saisonale Arrangements als persönliche Botschaften, um Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
Unsere Motivation ziehen wir aus der Arbeit an der frischen Luft, denn wir dürfen die ersten und die letzten Sonnenstrahlen des Jahres genießen und den Jahresverlauf der Natur täglich miterleben.
So entsteht ein Beruf, der nicht nur gärtnerisches Können verlangt, sondern auch Herz, Präsenz und Respekt vor dem Leben.

Gärtner*in Fachrichtung Stauden – Vielfalt wachsen lassen

Stauden sind echte Dauerläufer im Garten: mehrjährige Pflanzen, die jedes Jahr neu austreiben und mit Farben, Formen und Düften begeistern. Gärtnerinnen und Gärtner der Fachrichtung Stauden widmen sich genau dieser faszinierenden Pflanzenwelt. Sie kennen die Bedürfnisse hunderter Arten – von robusten Schattenliebhabern bis zu sonnenhungrigen Präriepflanzen – und wissen, wie man sie so kombiniert, dass lebendige, pflegeleichte und nachhaltige Pflanzflächen entstehen.
Im Arbeitsalltag ziehen sie Jungpflanzen heran, pflegen Mutterpflanzenbestände, teilen und vermehren Stauden und beraten Kundinnen und Kunden bei der Auswahl geeigneter Arten. Auch die Gestaltung spielt eine große Rolle: Welche Pflanze sorgt für Struktur? Welche blüht wann? Wie bleibt ein Beet vom Frühjahr bis zum Winter spannend? Hier verbinden sich botanisches Wissen, Kreativität und ein gutes Auge für Harmonie.
Der Beruf ist abwechslungsreich, naturnah und zukunftsorientiert. Wer als Staudengärtner*in arbeitet, gestaltet Lebensräume – für Menschen, Insekten und Tiere – und sorgt dafür, dass Gärten, Parks und öffentliche Grünflächen auch künftig artenreich und klimaresilient bleiben.

Gärtner*in, Fachrichtung Baumschule – Von ganz klein bis ganz groß

Wussten Sie, dass fast jeder Baum in unseren Parks, Gärten und Alleen in einer Baumschule seinen Anfang nimmt? Die Fachrichtung Baumschule ist die grüne Kinderstube unserer Umwelt.

Hier dreht sich alles um die Vermehrung, Aufzucht und Kultur von Gehölzen – von der zarten Jungpflanze bis zum verkaufsfertigen Baum. Ob Zier- und Alleebäume, Rosen, Obstgehölze, Sträucher oder immergrüne Heckenpflanzen: Das Sortiment ist so vielfältig wie die Natur selbst. Baumschulgärtner*innen beherrschen anspruchsvolle Techniken der Vermehrung, des fachgerechten Schnitts und der Veredlung – der Königsdisziplin des Gartenbaus.

Baumschulgärtner*innen arbeiten draußen, praktisch und sichtbar: Man sieht täglich, was man schafft – und trägt gleichzeitig zu Klimaanpassung, Biodiversität und Lebensqualität bei. Die Baumschule verbindet Handwerk, Natur und Zukunft.

Gärtner*in Fachrichtung Zierpflanzenbau

Ein Zierpflanzengärtner beschäftigt sich mit der fachgerechten Produktion und Pflege von Zierpflanzen, Beet- und Balkonpflanzen sowie Schnittblumen. Die Arbeit findet überwiegend in Gewächshäusern, aber auch im Freiland statt. Zu den zentralen Aufgaben gehören das Vermehren von Pflanzen (über Aussaat, Stecklinge oder weitere Methoden), das Pikieren, das Topfen und Umtopfen von Pflanzen sowie deren regelmäßige Pflege durch Gießen, Düngen und Rückschnitt.
Darüber hinaus überwacht ein Zierpflanzengärtner das Pflanzenwachstum, kontrolliert Temperatur, Licht und Luftfeuchtigkeit und erkennt frühzeitig Schädlingsbefall oder Pflanzenkrankheiten. Bei Bedarf werden geeignete Pflanzenschutzmaßnahmen durchgeführt.
Weitere Tätigkeiten umfassen die Vorbereitung der Pflanzen für den Verkauf, das Etikettieren, Sortieren und Transportieren sowie das Mitwirken bei der Präsentation der Ware. Der Umgang mit gärtnerischen Werkzeugen, Maschinen und technischen Anlagen ist ebenfalls Bestandteil der täglichen Arbeit. Dabei wird Wert auf sorgfältiges, umweltbewusstes und verantwortungsvolles Arbeiten gelegt.

Gärtner*in Fachrichtung Obstbau

Von der Blüte bis zum Biss – Obstbau ist mehr als nur Ernten

Wer in einen saftigen Apfel beißt, denkt selten an die Arbeit, die dahintersteckt. Genau hier beginnt die Welt der Obstbau-Gärtner*innen: Sie sorgen dafür, dass Äpfel, Kirschen, Birnen, Beeren und viele weitere Früchte in bester Qualität auf unseren Tellern landen.

Doch der Weg dorthin ist weit – und überraschend vielseitig. Schon bevor ein Obstbaum gepflanzt wird, braucht es das richtige Gespür: Welcher Standort eignet sich? Wie ist der Boden beschaffen? Welche Sorten passen zum Klima? Obstbau-Gärtner*innen kennen die Antworten und vereinen dabei traditionelles Wissen mit modernen Anbaumethoden.
Ist die Anlage erst angelegt, beginnt die eigentliche Pflege: Obstgehölze wollen fachgerecht geschnitten, vor Schädlingen geschützt und gezielt bewässert werden. Auch die Ertragsregulierung – also die Kunst, einem Baum nicht zu viele und nicht zu wenige Früchte zuzumuten – gehört zum Handwerk. So entstehen Jahr für Jahr Früchte mit vollem Geschmack.

Nach der Ernte geht die Arbeit weiter: Moderne Lagertechnik sorgt dafür, dass wir auch im Winter regionale Äpfel genießen können. Und ob im Hofladen, auf dem Wochenmarkt oder über Erzeugergemeinschaften – die Vermarktung der eigenen Ernte ist längst ein fester Bestandteil des Berufs.
Dabei gewinnen ökologischer und integrierter Anbau stetig an Bedeutung – denn Nachhaltigkeit und Artenvielfalt im professionellen Obstbau sind keine Gegensätze zum Ertrag, sondern seine Zukunft.

Gärtner*in Fachrichtung Gemüsebau

In der Justus-von-Liebig-Schule in Ahlem lernen angehende Gemüsebauer/innen in einer landesweit einzigartigen Klasse, die das 2. und 3. Ausbildungsjahr verbindet. Hier treffen Erfahrungen aus vielen Praxisbetrieben direkt auf fundierte Theorie – und werden im Austausch lebendig.

Gemüsebau heißt:
• Mit der Natur arbeiten.
• Mit den Jahreszeiten im Einklang leben.

Oft beginnt der Tag bei Sonnenaufgang und endet bei Sonnenuntergang. Die Arbeit ist körperlich anstrengend, fordert Kraft, Ausdauer und Teamwork – und zugleich ein feines Gespür für die Pflanzen. Genau hinschauen, Veränderungen wahrnehmen, den Boden spüren, Pflanzen verstehen.
Im Unterricht vertiefen wir dieses Erleben fachlich, insbesondere im Hinblick auf den biologischen Anbau von Gemüse: von Jungpflanzenanzucht und Anbausystemen über Technik und Betriebswirtschaft bis hin zu Wissen über Krankheiten und Schädlinge, nachhaltigen Konzepten wie torffreier Erde und Nützlingseinsatz im biologischen Anbau. In Kulturbesprechungen führen wir Praxis und Theorie zusammen.

Mischkultur im Garten

In einer Mischkultur wachsen verschiedene Gemüse, Kräuter und Blumen gemeinsam auf einem Beet – ganz bewusst kombiniert statt zufällig gemischt.
Warum ist das sinnvoll?
• Gesunde Pflanzen: Die verschiedenen Arten unterstützen sich gegenseitig, z. B. beim Schutz vor Schädlingen.
• Fruchtbarer Boden: Unterschiedliche Wurzeln nutzen den Boden optimal aus.
• Weniger Unkraut & Austrocknung: Der Boden bleibt gut bedeckt und geschützt.
• Mehr Vielfalt & Schönheit: Bunte Beete erinnern an natürliche Pflanzengemeinschaften.
Wie funktioniert es?
Gute Mischkultur verbindet gezielt:
• stark und schwach zehrende Pflanzen
• tief und flach wurzelnde Arten
• schnell und langsam wachsende Kulturen
• Pflanzen, die sich im Wachstum positiv beeinflussen (Allelopathie)
Ein bekanntes Beispiel ist die Kombination aus Mais, Bohnen und Kürbis: Sie helfen sich gegenseitig beim Wachsen.
Was ist zu beachten?
Mischkultur braucht etwas Planung:
Nicht alle Pflanzen passen gut zusammen, und sie dürfen nicht zu dicht stehen.

Fazit: Mischkultur orientiert sich an der Natur – sie sorgt für gesunde Pflanzen, lebendige Böden und attraktive, vielfältige Gartenbeete.

Weiterführende Informationen:
www.landwirtschaft.de/garten/selbstanbau/mischkultur-im-garten

Düngung im Gemüsebau

Richtig düngen im Gemüsegarten
Damit Gemüse gut wächst und lecker schmeckt, braucht es die richtigen Nährstoffe – aber in der passenden Menge.
Worauf kommt es an?
• Pflanzen benötigen vor allem Stickstoff, Phosphor und Kalium.
• Eine Bodenuntersuchung hilft herauszufinden, was wirklich gebraucht wird.
• Wichtig: Nicht zu viel düngen! Zu viele Nährstoffe schaden Pflanzen und Umwelt.
Welche Dünger gibt es?
• Organische Dünger (z. B. Kompost, Mist):
verbessern den Boden, fördern das Bodenleben und wirken langfristig.
• Organische N-Dünger (z.B. Hornspäne):
decken den hohen Bedarf im Gemüsebau
• Mineralische Dünger:
wirken schnell und gezielt, müssen aber vorsichtig dosiert werden.
Gut zu wissen
• Regelmäßiger Kompost reicht oft schon für eine gute Versorgung.
• Zu viel Stickstoff kann Pflanzen anfälliger machen und das Grundwasser belasten.

Fazit: Eine ausgewogene, bedarfsgerechte Düngung sorgt für gesunde Pflanzen, gute Ernten und einen lebendigen Boden. 

Weiterführende Informationen:
www.landwirtschaft.de/garten/duengung-und-pflanzschutz/richtig-duengen-im-gemuesegarten

Mulchen im Gemüsebau

Eine Mulchschicht ist eine Bedeckung des Bodens mit speziellen Materialen. Neben Folien und Vliesen kann auch mit Pflanzenmaterial wie Kleegras oder Schnittgut gearbeitet werden. Das Mulchen schützt den Boden und bringt viele Vorteile mit sich:
• Lebendiger Boden: Unter Mulch fühlen sich Bodenorganismen besonders wohl. Vor allem Regenwürmer vermehren sich stark – sie lockern den Boden und verbessern die Wasseraufnahme.
• Schutz vor Wetterextremen: Mulch hilft, Wasser bei Starkregen besser im Boden zu halten und verhindert Austrocknung.
• Natürliche Düngung: Beim Verrotten liefert das Pflanzenmaterial wichtige Nährstoffe für das Wachstum der Kulturen.
• Weniger Unkraut: Eine gute Mulchdecke unterdrückt unerwünschte Pflanzen fast von selbst.
Welche Mulcharten mit organischem Material gibt es?
• Kleegras oder Wiesen-Schnitt (aufgebracht von anderen Flächen, Achtung: darf nicht zu feucht sein!)
• Zwischenfrüchte, die direkt auf dem Feld wachsen und dort als Mulch bleiben
Was ist zu beachten?
• Das Material sollte gut zersetzbar sein. Rindenmulch, Holzhäcksel und ähnliches sind im Gemüsebau fehl am Platz, da hier bei der Zersetzung Nährstoffe eher gebunden als freigesetzt werden.
• Für eine ausreichende Unkrautunterdrückung sollte das Material 3 - 8 cm aufgebracht werden.
• Nicht alle Gemüsekulturen vertragen eine organische Mulchschicht. Salate z.B. reagieren häufig mit einer verstärkten Fäulnis.
• Mulch hält den Boden feucht – das ist gut, kann aber auch Schnecken anziehen.
• Gut gemachter Mulch spart Arbeit und verbessert langfristig die Bodenqualität.

Fazit: Mulch kann eine natürliche und nachhaltige Methode sein, um Böden gesund zu halten und Gemüse erfolgreich anzubauen – ganz im Sinne einer umweltfreundlichen Landwirtschaft.

Weiterführende Informationen:
www.landwirtschaft.de/garten/selbstanbauen/boden/mulchen-bodenbedeckung-im-garten

Flyer des Schaugartens zum Download

Schaugarten 2: Lehrreich  PDF  

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